Formatierung zweifach unterbrochenen Tabelle Thema ist als GELÖST markiert

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Larry
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Formatierung zweifach unterbrochenen Tabelle

Beitrag von Larry »

Hallo liebe LaTeXuser,

mit meiner zweispaltigen Tabelle habe ich folgende Probleme. Die linke Spalte enthält Nummernschlüssel unterschiedlicher Breite. Das hat zur Folge, dass die rechte Spalte, diese enthält Text ebenfalls unterschiedlicher Länge, linksbündig nicht mehr untereinander steht. D.h., da wo die Nummern schmal sind, und die Tabelle es aufgrund der Unterbrechungen auch zulässt, weicht der Text in Richtung erster Spalte aus.

Kann mir jemand erklären, was für eine einheitliche Spaltenbreite, unabhängig davon, wie schmal oder breit gerade die entsprechende Nummer ist, zu tun ist?

Weiterhin hätte ich gern gewusst, wie der Quellcode abzuändern ist, damit die Tabelle noch einmal um die gleiche Länge gestreckt werden kann?

Für die hilfreiche Unterstützung bedanke ich mich schon mal im voraus und freundliche Grüße
FraJo

Code: Alles auswählen

\documentclass[a4paper, twoside, DIV=12]{report}
\usepackage[utf8]{inputenc}
\usepackage[ngerman]{babel}
\usepackage[T1]{fontenc}
\usepackage[manualmark]{scrlayer-scrpage}
\clearpairofpagestyles     % \clearscrheadfoot veraltet
\chead*{\pagemark}
\usepackage{blindtext}

\usepackage{tabularx, longtable}     % Tabelle
\usepackage{booktabs}               % Tabellenlinien

\begin{document}
 \begin{table}[ht]
  \begin{flushleft}  
\Large{\underline{Anhang}}\par\vspace{1em} \normalsize \centering \begin{tabularx}{\textwidth}{@{}l>{\raggedright\arraybackslash}X@{}} \textsf{A 1.1}& p,{\(\rho_m\)},T-Daten von Goodwin; berechnete Dampfdruckdaten nach den Korrelationsgleichungen von Goodwin; Enthalpie- und Entropiedaten von Douslin und isochore Wärmekapazitätsdaten von Younglove \tabularnewline \addlinespace \textsf{A 1.2}& Ursprungsform des BWRS-Programms \tabularnewline \addlinespace \textsf{A 1.2.1}& Ergebnisse der Berechnung mit p,{\(\rho_m\)},T-Daten \tabularnewline \addlinespace \textsf{A 1.3}& Überarbeitetes BWRS-Programm, ergänzt um die isochoren Wärmekapazitätsdaten \tabularnewline \end{tabularx} \begin{flushleft} Ergebnisse der Berechnungen mit \end{flushleft} \begin{tabularx}{\textwidth}{@{}l>{\raggedright\arraybackslash}X@{}} \textsf{A 1.3.1}& p,{\(\rho_m\)},T-Daten \tabularnewline \addlinespace \textsf{A 1.3.2}& p,{\(\rho_m\)},T- und Dampfdruckdaten \tabularnewline \addlinespace \textsf{A 1.3.3}& p,{\(\rho_m\)},T- und Enthalpiedaten \tabularnewline \addlinespace \textsf{A 1.3.4}& p,{\(\rho_m\)},T-, Dampfdruck- und isochoren Wärmekapazitätsdaten \tabularnewline \addlinespace \textsf{A 1.3.5}& p,{\(\rho_m\)},T-, Dampfdruck-, Enthalpie- und isochoren Wärmekapazitätsdaten \tabularnewline \addlinespace \textsf{A 1.3.6}& p,{\(\rho_m\)},T-, Dampfdruck-, Enthalpie-, Entropie- und isochoren Wärmekapazitätsdaten \tabularnewline \addlinespace \textsf{A 1.4}& BWRS-Programm, ergänzt um das mechanische Gleichgewicht \tabularnewline \addlinespace \end{tabularx} \begin{flushleft} Einfluß des mechanisch Gleichgewichts bei \end{flushleft} \begin{tabularx}{\textwidth}{@{}l>{\raggedright\arraybackslash}X@{}} \textsf{A 1.4.1}& p,{\(\rho_m\)},T- und Dampfdruckdaten \tabularnewline \addlinespace \textsf{A 1.4.2}& p,{\(\rho_m\)},T-, Dampfdruck- und isochoren Wärmakapazitätsdaten \tabularnewline \addlinespace \textsf{A 1.4.3}& p,{\(\rho_m\)},T-, Dampfdruck-, Enthalpie- und isochoren Wärmakapazitätsdaten \tabularnewline \addlinespace \textsf{A 1.4.4}& p,{\(\rho_m\)},T-, Dampfdruck-, Enthalpie-, Entropie und isochoren Wärmakapazitätsdaten \tabularnewline \addlinespace \textsf{A 1.5}& BWRS-Programm, ergänzt um die Nebenbedingungen am kritischen Punkt \tabularnewline \addlinespace \textsf{A 1.5.1}& Einfluß der Bedingungen am kritischen Punkt, gezeigt am Beispiel der p,{\(\rho_m\)},T-, Dampfdruck- und isochoren Wärmakapazitätsdaten für die \tabularnewline \addlinespace \textsf{A 1.5.1.1}& 1. und 2. Nebenbedingung \tabularnewline \addlinespace \textsf{A 1.5.1.2}& 1., 2. und 3. Nebenbedingung \tabularnewline \addlinespace \textsf{A 1.5.1.3}& 1., 2., 3. und 4. Nebenbedingung \tabularnewline \addlinespace \textsf{A 1.5.2}& Ergebnisse der Berechnungen für die unter A 2.1.3 angegebenen Daten bei \tabularnewline \addlinespace \textsf{A 1.5.2.1}& p,{\(\rho_m\)},T-Daten \tabularnewline \addlinespace \textsf{A 1.5.2.2}& p,{\(\rho_m\)},T- und Dampfdruckdaten \tabularnewline \addlinespace \textsf{A 1.5.2.3}& p,{\(\rho_m\)},T- und Enthalpiedaten \tabularnewline \addlinespace \textsf{A 1.5.2.4}& p,{\(\rho_m\)},T-, Dampfdruck- und isochoren Wärmakapazitätsdaten \tabularnewline \addlinespace \textsf{A 1.5.2.5}& p,{\(\rho_m\)},T-, Dampfdruck-, Enthalpie- und isochoren Wärmakapazitätsdaten \tabularnewline \addlinespace \textsf{A 1.5.2.6}& p,{\(\rho_m\)},T-, Dampfdruck-, Enthalpie-, Entropie und isochoren Wärmakapazitätsdaten \tabularnewline \addlinespace \textsf{A 2.2.1.1}& p,{\(\rho_m\)},T-Daten \tabularnewline \addlinespace \end{tabularx} \end{flushleft} \end{table} \end{document}

gast

Re: Formatierung zweifach unterbrochenen Tabelle

Beitrag von gast »

Es gibt p-Spalten für Spalten mit fester Breite. Die sind in jeder besseren LaTeX-Einführung erklärt. Außerdem könnte man die ganzen Zwischentexte auch einfach per \multicolumn{1}{l}{Ergebnisse der Berechnungen mit} statt durch Beenden der Tabelle, eigener Umgebung und Neubeginn der Tabelle setzen. Dann kann man auch wieder ein l-Spalte für die linke Spalte verwenden.

Ich würde mir aber wirklich überlegen, eine labeling-Umgebung zu verwenden.

Übrigens: Unterstreichen ist etwas für Handschriften. Im Textsatz ist das total verpönt. Und \Large hat kein Argument, sondern ist wie \normalsize ein Umschalter. Und Überschriften macht man ohnehin nicht mit physischer Auszeichnung und innerhalb einer Gleitumgebung hat eine Überschrift wie "Anhang" nichts zu suchen. Und eine flushleft-Umgebung innerhalb einer table ist wegen der zusätzlichen vertikalen Abstände ebenfalls nicht zu empfehlen. Und wenn man kein \caption hat, braucht man auch keine table-Umgebung. Und wenn es die ohnehin nicht gleiten soll, ist sie dann vollends Unfug.

Wie man tabularx und longtable ggf. kombiniert, wurde dir ja schon erklärt.


Gast

Beitrag von Gast »

gast hat geschrieben:
Mo 30. Nov 2020, 17:52

\multicolumn{1}{l}{Ergebnisse der Berechnungen mit}

Ich nehme an, du wolltest eher \multicolumn{2}{l}{...} schreiben und so dem Zwischentext genug Raum lassen.


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KOMA
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Re: Formatierung zweifach unterbrochenen Tabelle

Beitrag von KOMA »

DIV=12 ist übrigens eine KOMA-Script-Option für Paket typearea. Wird das Paket weder implizit (via. KOMA-Script-Klasse) noch explizit geladen, ist sie sinnlos. Würde nicht babel derzeit sämtliche unbekannte Optionen einfach verschlucken, würde LaTeX das auch per

Code: Alles auswählen

LaTeX Warning: Unused global option(s):
    [DIV=12].

melden. Da babel derzeit einfach alle Optionen verarbeitet, auch wenn es gar nichts damit anfangen kann, fehlt der Hinweis leider.

gast hat geschrieben:

Ich würde mir aber wirklich überlegen, eine labeling-Umgebung zu verwenden.

Das sehe ich natürlich genauso. ;-)

Code: Alles auswählen

\documentclass[a4paper,twoside]{report}
\usepackage[utf8]{inputenc}% Braucht man seit LaTeX 2018-04-01 nicht mehr.
\usepackage[ngerman]{babel}
\usepackage[T1]{fontenc}
\usepackage[manualmark]{scrlayer-scrpage}
\clearpairofpagestyles     % \clearscrheadfoot veraltet
\chead*{\pagemark}
\usepackage{blindtext}
\usepackage{scrextend}% Nur verwenden, wenn man aus unerfindlichen Gründen
                      % keine KOMA-Script-Klasse verwenden kann/möchte.
\setkomafont{labelinglabel}{\sffamily}

\begin{document}
\section*{Anhang}
\begin{labeling}{W 9.9.9.9}
\item[A 1.1] p,{\(\rho_m\)},T-Daten von Goodwin; berechnete Dampfdruckdaten
  nach den Korrelationsgleichungen von Goodwin; Enthalpie- und Entropiedaten
  von Douslin und isochore Wärmekapazitätsdaten von Younglove
\item[A 1.2] Ursprungsform des BWRS-Programms
\item[A 1.2.1] Ergebnisse der Berechnung mit p,{\(\rho_m\)},T-Daten
\item[A 1.3] Überarbeitetes BWRS-Programm, ergänzt um die isochoren
  Wärmekapazitätsdaten
\end{labeling}
Ergebnisse der Berechnungen mit
\begin{labeling}{W 9.9.9.9}
\item[A 1.3.1] p,{\(\rho_m\)},T-Daten
\item[A 1.3.2] p,{\(\rho_m\)},T- und Dampfdruckdaten
\item[A 1.3.3] p,{\(\rho_m\)},T- und Enthalpiedaten
\item[A 1.3.4] p,{\(\rho_m\)},T-, Dampfdruck- und isochoren
  Wärmekapazitätsdaten
\item[A 1.3.5] p,{\(\rho_m\)},T-, Dampfdruck-, Enthalpie- und isochoren
  Wärmekapazitätsdaten
\item[A 1.3.6] p,{\(\rho_m\)},T-, Dampfdruck-, Enthalpie-, Entropie- und isochoren Wärmekapazitätsdaten
\item[A 1.4] BWRS-Programm, ergänzt um das mechanische Gleichgewicht
\end{labeling}
Einfluß des mechanisch Gleichgewichts bei
\begin{labeling}{W 9.9.9.9}
\item[A 1.4.1] p,{\(\rho_m\)},T- und Dampfdruckdaten
\item[A 1.4.2] p,{\(\rho_m\)},T-, Dampfdruck- und isochoren Wärmakapazitätsdaten
\item[A 1.4.3] p,{\(\rho_m\)},T-, Dampfdruck-, Enthalpie- und isochoren Wärmakapazitätsdaten
\item[A 1.4.4] p,{\(\rho_m\)},T-, Dampfdruck-, Enthalpie-, Entropie und isochoren Wärmakapazitätsdaten
\item[A 1.5] BWRS-Programm, ergänzt um die Nebenbedingungen am kritischen
  Punkt
\item[A 1.5.1] Einfluß der Bedingungen am kritischen Punkt, gezeigt am
  Beispiel der p,{\(\rho_m\)},T-, Dampfdruck- und isochoren
  Wärmakapazitätsdaten für die
\item[A 1.5.1.1] 1 und 2. Nebenbedingung
\item[A 1.5.1.2] 1., 2. und 3. Nebenbedingung
\item[A 1.5.1.3] 1., 2., 3. und 4. Nebenbedingung
\item[A 1.5.2] Ergebnisse der Berechnungen für die unter A 2.1.3 angegebenen Daten bei 
\item[A 1.5.2.1] p,{\(\rho_m\)},T-Daten
\item[A 1.5.2.2] p,{\(\rho_m\)},T- und Dampfdruckdaten
\item[A 1.5.2.3] p,{\(\rho_m\)},T- und Enthalpiedaten
\item[A 1.5.2.4] p,{\(\rho_m\)},T-, Dampfdruck- und isochoren
  Wärmakapazitätsdaten
\item[A 1.5.2.5] p,{\(\rho_m\)},T-, Dampfdruck-, Enthalpie- und isochoren
  Wärmakapazitätsdaten
\item[A 1.5.2.6] p,{\(\rho_m\)},T-, Dampfdruck-, Enthalpie-, Entropie und
  isochoren Wärmakapazitätsdaten
\item[A 2.2.1.1] p,{\(\rho_m\)},T-Daten
\end{labeling}
\end{document}

Wobei ich sogar den Verdacht habe, dass hier verschachtelte enumerate-Listen mit Hilfe von enumitem eventuell vorzuziehen wären. Dann könnte man die Nummerierung nämlich automatisieren und auch die Querverweise mit \label/\ref machen. Dafür würde ich aber natürlich direkt scrreprt verwenden und mir dann natürlich scrextend sparen.


Larry
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Re: Formatierung zweifach unterbrochenen Tabelle

Beitrag von Larry »

Hallo Koma,

vielen, vielen herzlichen Dank für Deinen Beitrag. Fühle mich danach wieder aufgebaut, da mich der erste Beitrag doch ganz schön runter gezogen hatte. Da dies meine erste LaTeX-Arbeit ist, sind konstruktive Beiträge, wie z.B. Deiner, dabei eine wertvolle, vielleicht aber sogar unverzichtbare Unterstützung. Deshalb bin ich Dir sehr dankbar.

Somit habe ich für Deinen Rat, KOMA-Script und die dabei anfallenden Erleichterungen zu verwenden, mich positiv dafür entschieden. Da ich noch einmal die gleiche Menge an Tabelleneinträgen eingeben muss, sehe ich u.a. durch die von Dir angesprochene Automatisierung eine wesentlich Hilfe.

Wie ist der Quellcode für die Umstellung scrreprt, Automatisierung und Querverweis dann abzuändern? Bist Du mir dabei noch einmal behilflich?

Im voraus schon mal herzlichen Dank und freundliche Grüße
FraJo


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KOMA
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Re: Formatierung zweifach unterbrochenen Tabelle

Beitrag von KOMA »

Larry hat geschrieben:
Di 1. Dez 2020, 10:32

da mich der erste Beitrag doch ganz schön runter gezogen hatte.

Da stehen aber nichts desto trotz wichtige Hinweise drin. Kleiner Tipp: Zu den meisten davon gibt es ausführliche Beiträge auf TeXwelt.de.

Larry hat geschrieben:
Di 1. Dez 2020, 10:32

Wie ist der Quellcode für die Umstellung scrreprt, Automatisierung und Querverweis dann abzuändern? Bist Du mir dabei noch einmal behilflich?

Wäre ich, wenn ich die Frage verstehen würde (und das etwas mit meinem Spezialbereich zu tun hat). report durch scrreprt ersetzen wäre der erste Schritt.

Wenn du anschließend weitere Fragen hast, stelle diese bitte einzeln, mit jeweils passendem Minimalbeispiel (möglichst im passenden Unterforum). Je klarer Du dabei in der Formulierung der Frage bist und besser der gezeigte Code auf das Problem zugeschnitten/minimiert ist, desto besser. So wäre beispielsweise bei der Frage hier scrlayer-scrpage (einschl. aller zugehörigen Befehle) für das Problem unerheblich und damit besser entfernt. Dem Fragesteller mag das unwichtig erscheinen, aber als Helfer schaue ich mir gerne so wenig Code wie möglich an. Meine Zeit ist leider stark limitiert. Daher darf man sich auch nicht daran stören, wenn ich nicht immer so ausführlich antworte wie jetzt. Technisch, nüchtern bitte nicht mit unfreundlich verwechseln. Und auch ich verweise lieber (nicht nur auf die von mir verfassten) Anleitungen, wenn ich nicht erkennen kann, dass es damit ein Verständnisproblem gab und welches. Und auch ich empfehle Anfängern gerne, sich intensiv mit einer LaTeX-Einführung zu befassen. Das verbessert das Grundverständnis innerhalb weniger Stunden in der Regel so viel mehr als wir in Wochen leisten können. Ich habe auf komascript.de leider immer wieder erlebt, dass Anfänger das nicht glauben, es dann einen erheblichen Aufwand bereitet, ihren Fragen die notwendigsten Informationen zu entnehmen und teilweise selbst nach Jahren jede ihrer Fragen ein erhebliches Frustpotential nicht nur bei ihnen selbst, sondern auch bei mir hinterlassen hat. Wer dagegen die Zeit für eine richtige Einführung (und nicht so ein toll gemachtes, inhaltlich aber miserables YouTube-Tutorium) investiert und lernt, gute Minimalbeispiele zu machen, der ist oft nach wenigen Wochen bereits in der Lage, anderen zu helfen.


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