Geschäftsbriefe, Rechnungen

Klassen und Pakete zur einfachen Umsetzung individueller Vorstellungen


RicardoShillyShally
Forum-Anfänger
Forum-Anfänger
Beiträge: 18
Registriert: Sa 16. Jun 2018, 01:46

Geschäftsbriefe, Rechnungen

Beitrag von RicardoShillyShally »

Hallo zusammen,

ich würde gerne mit Latex alle Geschäftsbriefe schreiben. Ich habe mir das Folgendermaßen vorgestellt.
Es gibt ein Muster für Anschreiben und Rechnungen. Der Inhalt (Text im Anschreiben, kundenspezifische Kommentare etc.) soll jedes mal manuell eingetippt werden.
Allerdings würde ich gerne über zwei externe Datenbanken Absender und Produkt in die Latex-Datei laden.

Beispiel:

Datenbank_1:
Kunde A
Kunde B
Kunde C

Datenbank_2:
Produkt A
Produkt B
Produkt C

Latex-Brief:
An: Kunde A (Alle relevanten Daten werden aus der Datenbank bezogen (Name , Anschrift etc.))
Inhalt des Briefes kann hier manuell eingetipp werden.

Latex-Rechnung:
An: Kunde C
Position 1: Produkt A (Alle relevanten Informationen werden aus der Datenbank bezogen (technische Daten, Preis etc.))
Position 2: Produkt C (Alle relevanten Informationen werden aus der Datenbank bezogen (technische Daten, Preis etc.))
Summe der Rechnung müsste wahrscheinlich hier manuell ausgerechnet werden oder gibt es eine Möglichkeit eine kleine Aufsummierung zu automatisieren?

Kann mir jemand sagen, ob das was ich vorhabe, überhaupt realisierbar ist und falls ja, welche Pakete oder zusätzliche Software (open source im Idealfall) hierfür notwendig sind?

Ein Minimalbeispiel habe ich nicht. Es geht hierbei erst noch um die Machbarkeit.


Danke!

Gast

Beitrag von Gast »

Wenn die ganzen Infos ohnehin in einer Datenbank vorliegen, wäre es dann nicht sinnvoller, die Briefe als Report aus der Datenbank zu erzeugen? Ansonsten sind mit Lua (also LuaLaTeX) natürlich grundsätzlich auch Dokumente denkbar, die ihre Daten aus irgendwelchen Datenbanken holen. Mit Lua kann man auch hinreichend genau rechnen. Mit LaTeX würde ich dagegen nur mit Hilfe von entsprechenden Paketen rechnen. Davon gibt es diverse von [d]fp[/d] über [d]xfp[/d], [d]xint[/d] bis hin zu den diversen Zahlenformaten wie [d]l3fp[/d] in [d]interface3[/d] (Teil des [d]l3kernel[/d]).

Für einfache Datenbankaufgaben gibt es auch beispielsweise [d]datatool[/d]. Inwieweit das für Dich in Frage kommt, hängt davon ab, welche Vorverarbeitungsschritte zumutbar sind bzw. in welcher Form die Daten tatsächlich vorliegen.

Denkbar wäre sogar eine Web-Anwendung, die am Ende einfach ein LaTeX-Dokument ausspuckt.

Konkreteres kann man mit den wenigen Infos kaum sagen.

Gast

Beitrag von Gast »

Wenn der Brief nur Adressdaten braucht, dann kannst Du Dir mal https://tug.org/TUGboat/tb35-3/tb111fischer.pdf von Ulrike Fischer ansehen. Aber soweit ich weiß können die KOMA-Klassen da auch von sich aus einige Dinge, siehe Kapitel 8 und 9 der [d]scrguide[/d]. Wenn Du also Deine Datenbank überreden kannst, in ein von LaTeX nutzbares Format zu exportieren, wäre das möglich.

Auch für Rechnungen gibt es Pakete https://ctan.org/topic/invoice, die stoßen aber sicher irgendwann an ihre Grenzen, wenn Du abgefahrenere Dinge vorhast.

Mit komplexeren Konstruktionen erreicht man wahrscheinlich bald einen Punkt, an dem es effizienter und leichter zu handhaben ist, nicht mit LaTeX Dinge aus einer Datenbank zu laden und Berechnungen durchzuführen, sondern mittels irgendeiner Skriptsprache mit Zugriff auf die Datenbank den Quellcode für die Rechnung automatisch zu erzeugen, sodass TeX wirklich nur zum Setzen des Textes und nicht für Berechnungen und Datenbankoperationen genutzt wird. Je nach geplantem Arbeitsablauf kann es von großen Vorteil sein, so wenig Arbeit wie möglich an TeX zu delegieren und möglichst viel auf einer anderen Ebene zu lösen (Rechnungen werden doch wahrscheinlich sowieso in der Buchhaltung mit allen möglichen Informationen elektronisch gespeichert ...).

Antworten