.bib Datei für Literaturverzeichnis löscht willkürlich Inhalt

Erstellung eines Literaturverzeichnisses mit BibTeX, Biber, BibLaTeX und Co.


Zoid
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.bib Datei für Literaturverzeichnis löscht willkürlich Inhalt

Beitrag von Zoid »

Moin moin,

ich muss leider feststellen, dass meine .bib-Datei für das Literaturverzeichnis immer wieder Inhalte automatisch löscht. Wenn ich Veränderungen vornehme, dann kann ich nicht mehr bis ans Ende scrollen. Von den 1000 Zeilen in der Datei werden willkürlich mal nur die ersten 400 oder 100 angezeigt. Durch die Suche lassen sich allerdings Einträge im unteren Bereich des Dokumentes finden, wie auch das Programm anzeigt, dass 1000 Zeilen vorhanden sind, aber der Zugriff auf diese Zeilen ist nicht möglich. Problematisch wird es, wenn ich verusche über Strg+Z alle Änderungen rückgängig zu machen, da dies zu einem Absturz des Programms führt und alle Änderungen verloren gehen. Ist relativ nervig, da ich viele .tex-Dateien parallel geöffnet habe und jedes mal zu speichern in den verschiedenen Dokumenten zu aufwendig.

Ich arbeite mit Citavi 6.4. mit welchen ich die Einträge generiere und überführe diese dann durch den Zwischenspeicher in meine .bib-Datei. Bearbeitet wird diese mit TeXworks bzw. MiKTeX

Bin grad relativ ratlos und hoffe, jemand hat eine Idee, woran das liegen könnte.


gast

Re: .bib Datei für Literaturverzeichnis löscht willkürlich Inhalt

Beitrag von gast »

Möglichweise sind in der Literaturdatenbank unsichtbare Zeichen wie EOF (U+0003) oder ein NUL-Byte, das den Editor durcheinander bringt. Als erstes würde ich einfach einmal einen anderen Editor probieren oder mit einem Hex-Editor die Umgebung der Stelle, an der die Datei in Texworks endet, genauer anschauen.

Citavi und dessen Fehlbedienung scheint übrigens recht häufig Ursache von Ärger mit bib-Dateien zu sein. :(


Zoid
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Re: .bib Datei für Literaturverzeichnis löscht willkürlich Inhalt

Beitrag von Zoid »

gast hat geschrieben:
So 18. Okt 2020, 20:14

Citavi und dessen Fehlbedienung scheint übrigens recht häufig Ursache von Ärger mit bib-Dateien zu sein. :(

Ich halte mich an Anleitungen, die ich ausfindig machen kann. Häufig selbst von Unis oder HS gestellt. Die Option mit dem Exportieren eines Datensatzes wurde dabei häufig genannt. Da es relativ wenige Klicks sind und ich auch in BibTeX exportiere, frage ich mich, wo dort Fehler vorkommen können. Müsste ich mir darüber hinaus ein tieferes Wissen in die Datenverarbeitung aneigen um Probleme diesbezüglich zu erkennen, dann gäbe es keinen Mehrwert in der Nutzung dieser Programm für die breite Masse. Es ist doch nur ein simples Literaturverzeichnis, was erstellt werden soll.

Wie kann ich denn unsichtbare Zeichen ausfindig machen?


gast

Re: .bib Datei für Literaturverzeichnis löscht willkürlich Inhalt

Beitrag von gast »

Es gibt anscheinend genügend Möglichkeiten, Citavi falsch zu bedienen. Beispielsweise sollte man darauf achten, dass die Dateien in der korrekten Codierung exportiert werden, für BiBTeX also nicht in UTF-8, für biblatex+biber aber sehr wohl in UTF-8. Ich sage aber nicht, dass du da etwas falsch gemacht hast, ich sage nur, dass es inzwischen häufiger Probleme mit der Verbindung von Citavi und TeX auftreten. Das kann natürlich auch daran liegen, dass an Unis zunehmend Citavi statt JabRef o. ä. empfohlen wird.

Wozu lädst du eigentlich die bib-Datei in Texworks, wenn du sie ohnehin mit Citavi erstellst? Wer wie ich, die bib-Datei in der Regel direkt mit dem Editor erstellt, der macht das natürlich. Aber wenn die Erstellung mit Citavi funktioniert, gibt es dafür ja eigentlich keinen Grund.

Unsichtbare Zeichen kann man in einem Editor, der solche durch Symbole erkennbar macht, auffinden oder in einem Hex-Editor. Wie gesagt, kann man auch versuchen, ob die Datei in einem anderen Editor vollständig angezeigt wird. Dann kann man dort vom Anfang des Datensatzes vor dem angeblichen Ende bis zum Datensatz nach dem angeblichen Ende markieren, die beiden löschen und von Hand neu eingeben. Man kann auch versuchen die beiden Datensätze in der Literaturverwaltung selbst löschen und neu eingeben.


MoeWe
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Re: .bib Datei für Literaturverzeichnis löscht willkürlich Inhalt

Beitrag von MoeWe »

Mir wird aus der bisherigen Schilderung nicht ganz deutlich, wo hier Inhalt verloren geht. Sind die Einträge schon im Citavi-Interface weg, erst in einem zweiten Schritt, wenn Du die exportierte .bib-Datei in einem anderen Editor öffnest, oder erst im letzten Schritt, wenn Du dein Dokument kompilierst?

Interessant wäre es zu wissen, ob das Problem wirklich völlig willkürlich auftritt, oder ob sich ein Muster erkennen lässt. Wird immer nach der gleichen Zahl der Zeilen abgeschnitten? Oder spielt die Dateigröße eine Rolle? Fehlen immer alles nach einem bestimmten Eintrag oder nach einem bestimmten Zeichen? ...

Wenn das Problem beim Öffnen der .bib-Datei in einem anderen Editor auftritt, hast Du es dann mal mit einem ganz anderen Programm probiert? (Bei mir schmiert TeXworks bisweilen auf Windows einfach ab, wenn ich versuche, lange Codeblöcke mit Strg+V einzufügen. Vielleicht hat TeXworks manchmal generell Probleme mit großen Dateien oder 'viel Code auf einmal').

Bei Biber 2.15 auf Windows gibt es gerade einen Bug, wenn Die .bib-Datei zu groß ist (https://github.com/plk/biber/issues/332), da solltest Du aber Fehlermeldungen oder Warnungen bekommen, bevor irgendwas einfach so weg ist.


Wenn ich Dein Vorgehen richtig verstanden habe, dann möchte ich mich der Skepsis meines Vorredners anschließen: Idealerweise sollte es doch gar nicht nötig sein, eine mit Citavi (oder ähnlicher Software) erzeugte .bib-Datei nochmal in TeXworks zu öffnen und zu bearbeiten. Citavi sollte doch eigentlich alles vernünftig exportieren. Wenn man eine von Citavi erstellte .bib-Datei immer noch händisch nachbearbeiten muss, dann wird es doch schnell sehr ineffektiv (besonders, wenn man die Datei häufig neu exportiert, dann muss man ja unter Umständen jedes Mal alle Einträge wieder anpassen).


Zoid
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Re: .bib Datei für Literaturverzeichnis löscht willkürlich Inhalt

Beitrag von Zoid »

gast hat geschrieben:
Mo 19. Okt 2020, 07:50

Das kann natürlich auch daran liegen, dass an Unis zunehmend Citavi statt JabRef o. ä. empfohlen wird.

Das ist zumindestens bei uns der Fall. Wobei es bei einer Empfehlung bleibt. Bereits bei fachlichen oder technischen Fragen ist man wieder auf sich alleine gestellt. In meinem Umkreis wird die Kombi Word+Citavi überwiegend genutzt.

Wozu lädst du eigentlich die bib-Datei in Texworks, wenn du sie ohnehin mit Citavi erstellst?

Das liegt an dem Hinzufügen von weiteren Literaturquellen. Ist mein Weg, den ich mir so erarbeitet habe, auch wenn mit bewusst ist, dass es viele weitere geben mag. Ich exportiere die Einträge aus Citavi in BiBTeX und füge diese dann in die bereits bestehende .bib Datei ein. Ich merke allerdings bereits den Nachteil dieser Methode: Aktuell darf ich jeden Eintrag nochmal manuell überarbeiten, da Jahreszahlen oder Autorenname falsch in Citavi eingefügt werden (per DOI) oder auch falsch in BiBTeX überführt werden. Unterm Strich nicht unbedingt eine Zeitersparnis. Ich sollte mein Vorgehen da nochmal überdenken.

Mir wird aus der bisherigen Schilderung nicht ganz deutlich, wo hier Inhalt verloren geht.

Beim Bearbeiten der .bib-Datei. Ich öffne diese um einen neuen Eintrag hinzuzufügen und dann kommt es zu einer Kürzung des Inhaltes, bzw. Begrenzung der Möglichkeit zum Scrollen. Wenn ich jedoch bis in die letzte erreichbare Zeile gehe und einen Absatz einfüge, dann bekomme ich 50-200 Zeilen wieder dazu, die sichtbar werden. Mir scheint es eher wie ein willkürlicher Fehler vorzukommen.

Danke für die Rückmeldungen :D


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