! Package xkeyval Error: `dashed' undefined in families `blx@opt@pre'.

Erstellung eines Literaturverzeichnisses mit BibTeX, Biber, BibLaTeX und Co.
Esteltraut
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! Package xkeyval Error: `dashed' undefined in families `blx@opt@pre'.

Beitrag von Esteltraut »

Hallo zusammen,

Meine Freundin schreibt gerade ihre Abschlussarbeit und möchte dafür dieses Templat verwenden. Grundsätzlich funktioniert auch alles, auch das Einbinden vom bibtex-File und das Ausgeben einer Bibliographie. Jedoch nur, wenn man den (nicht gewünschten) "authoryear"-bibstyle wählt. Wenn man bspw. "numeric" verwenden möchte (was laut .sty-File als Option vorgesehen ist) kompiliert das Dokument nichtmehr und die im Titel bereits genannte Fehlermeldung
! Package xkeyval Error: dashed' undefined in familiesblx@opt@pre'.
erscheint. Im overleaf funktioniert es hingegen.

Vermutlich ist also ein Teil der Definition des styles nicht kompatibel - updates etc. brachten jedoch nichts, weder auf ihrem Mac (Tex Live) noch auf meinem Windows-Rechner (MikTex). Auf beiden Systemen kommt die selbe Fehlermeldung. Das Layout selbst ist von 2019 - könnte es trotzdem schlicht veraltete Packages o.ä. nutzen bzw. wie kann man dieses Problem lösen oder umgehen ohne dass man komplett auf overleaf umsatteln müsste?


Bartman
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Re: ! Package xkeyval Error: `dashed' undefined in families `blx@opt@pre'.

Beitrag von Bartman »

Auch bei Overleaf erhält man mit der beschriebenen Änderung der Einstellungen in der Vorlage zwei Fehlermeldungen.

Da der Stil numeric die Option dashed nicht unterstützt, musst Du sie in der Datei ucphthesis.sty in einen Kommentar verwandeln oder entfernen.

Die andere Meldung kann unterbunden werden, wenn man die geschweiften Klammern (Gruppe) entfernt, die den Befehl \thesisTheme im erforderlichen Argument des Befehls \includegraphics in der gleichen Datei umgeben.

Off-Topic: Eine Vorlage muss nicht automatisch fragwürdig sein, aber die Verwendung des Pakets fancyhdr mit einer KOMA-Script-Klasse spricht nicht gerade für die Vorlage.


Esteltraut
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Re: ! Package xkeyval Error: `dashed' undefined in families `blx@opt@pre'.

Beitrag von Esteltraut »

Ja, ich habe ihr auch abgeraten, zumal das ihr erster Gehversuch mit LaTeX ist, aber sie findet die Vorlage sehr schön und ich möchte sie dann auch unterstützen.

Danke für die Rückmeldung! :)


Gast

Re: ! Package xkeyval Error: `dashed' undefined in families `blx@opt@pre'.

Beitrag von Gast »

Viel schlimmer als die Verwendung von fancyhdr ist die Kombination von scrreprt mit titlesec. Damit das keiner merkt, werden die Warnungen, die in dem Fall von der Klasse ausgegeben werden, ausgeschaltet. Die Gefahr, dass das irgendwann schief geht, ist hoch.

In der Definition von \TitleBackground ist außerdem ein Fehler (unerwünschte Gruppenklammern beim Laden der Grafik), die mit aktuellen LaTeX und graphicx zu einer Fehlermeldung führen.

Und das setzen der Seitenzahl nach \pagenumbering{arabic} ist soetwas von überflüssig …
Dafür fehlt das \cleardoubleoddpage davor. In der KOMA-Script-Anleitung wird darauf extra hingewiesen.

Und man fragt sich, warum nicht einfach scrbook mit \frontmatter und \mainmatter verwendet wird. Dann gäbe es das Problem schon einmal nicht.

Ob es mehr Problempotential gibt, habe ich mir dann nicht mehr angeschaut. Im Zweifelsfall sollte man bei Problemen ohnehin den Maintainer der Vorlage fragen.


MoeWe
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Re: ! Package xkeyval Error: `dashed' undefined in families `blx@opt@pre'.

Beitrag von MoeWe »

Wenn Deine Freundin nicht an der Universität Kopenhagen studiert, dann würde ich sehr davon abraten, diese Vorlage zu nutzen. Die ist speziell auf die Vorgaben der Uni Kopenhagen ausgerichtet, wenn man da etwas ändern möchte, kann das also unter Umständen in Frickelei ausarten.

Generell würde ich die Thesis-Klassen von bestimmten Universitäten nicht verwenden, wenn ich nicht dort die Arbeit abgeben möchte. (Support für solche Klassen ist oft eh eher mau - es gibt Ausnahmen - als Außenstehender ist das aber oft noch viel schwieriger.)

Hier kommt hinzu, dass die Klasse nicht von Grund auf neu geschrieben wurde, sondern auf cleanthesis basiert. Sie bringt also weiteren Ballast mit. So findest Du z.B. mitten in der .sty-Datei für eine dänische Uni, wo die Abschlussarbeiten wahrscheinlich auf Dänisch und Englisch abgegeben werden, knapp vierzig Zeilen mit deutschen Abkürzungen (die man, nebenbei gesagt, viel schöner mit cleveref oder varioref erzeugen kann). Dazu kommen noch die bereits oben erwähnten konkreten TeXnischen Probleme. Wenn ein Dokument ganz zu Beginn einfach so mit silence Warnungen unterdrückt, dann werde ich hellhörig. Egal wie harmlos die sein sollten.

Auch das Vorhandensein von verschiedensten \vspace{4cm}, \vspace*{3cm}, \vfill\clearpage, \hspace{0pt}\vfill im Vorlagentext macht mich skeptisch. Dazu noch \\ \\ für irgendwelche Umbrüche (statt einer Listenumgebung oder einem normalen Absatz) und (e.g. \cite{Srinivasan1996}) statt \parencite[e.g.][]{Srinivasan1996} oder noch besser \autocite[e.g.][]{Srinivasan1996}. Ein paar dieser Dinger sind möglicherweise (halb-legitime) Tricks, um vor der Abgabe kleine manuelle Anpassungen zu machen, damit der Satz besser wird, aber ich würde das nicht einfach so in eine Vorlage schreiben, die im schlimmsten Fall nicht hinterfragt und einfach so verwendet wird.

Wenn Deiner Freundin das Layout gefällt, dann hilfst Du ihr viel besser, wenn Du die Vorlage wegschmeißt und dann ausgehend von einer minimalen Basis (z.B. von https://komascript.de/latexvorlage) versuchst, die Teile vom Layout einzustellen, die Deine Freundin gern hätte. Das ist sicherlich mit ein klein bisschen Arbeit verbunden, aber wenn es richtig gemacht wird, besteht die Chance, das Dir nicht alles sofort um die Ohren fliegt.

Ich denke, dass einzige Spannende an der Vorlage ist das Layout der Seitenzahlen, der Fußzeile mit den Kapitel/Abschnittstiteln und der Kapitelüberschrift. Das macht ein bisschen Recherche und, wenn Du nicht weiterkommst, etwa drei Fragen in einschlägigen LaTeX-Foren und fertig. (Versteh mich nicht falsch, es ist sicher nicht trivial, das hinzubekommen. Aber es sollte möglich sein. Und es ist allemal besser als mit der Vorlage weiterzumachen, bis alles zwei Tage vor Abgabe explodiert.)


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