Kein pdf trotz 0 Fehler und nur einer Warnung

Klassen und Pakete zur einfachen Umsetzung individueller Vorstellungen


ingeule
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Kein pdf trotz 0 Fehler und nur einer Warnung

Beitrag von ingeule »

Hallo,
für eine Konferenz möchte ich ein vorgegebenes Template verwenden. Und zwar dieses hier: http://www.bebec.eu/Downloads/Templates ... mplate.zip
Wenn ich das ausführe ohne Änderungen durchgeführt zu haben, wird kein pdf erzeugt. Allerdings erhalte ich keine Fehlermeldung und nur eine Warnung: "You have requested package `upgreek' but the package provides `./LaTeX/styles/upgreek'."

Bevor ich allerdings an dieser Stelle war, habe ich das hier durchgeführt: http://tex.stackexchange.com/questions/ ... stallation. Weil davor hatte ich (ebenfalls kein pdf und) vier Fehler mit dem Inhalt: "! Font \csname\endcsname=psyr at 9.0pt not loadable: Metric (TFM) file not found."

Jetzt weiß ich echt nicht mehr was ich noch ausprobieren kann um dieses Template zum Laufen zu kriegen :?:
Hoffe einer von euch Profis weiß Rat.

Danke, Grüße

Besserwisser

Beitrag von Besserwisser »

Bei mir funktioniert das Template zwar, empfehlen würde ich es aber nicht, weil darin einige Dinge sind, die man so besser nicht macht. Beispielsweise wird \date innerhalb von \author aufgerufen. Das gehört natürlich hinter das Ende des Argument von \author verschoben. Es wird offenbar auch davon ausgegangen, dass die Schriftgrößenbefehle ein Argument haben. Das ist aber nicht der Fall. Deshalb stimmen die Zeilenabstände bei den \small gesetzten Texten im Titel nicht. Statt das Logo über \title in den Titelkopf zu bekommen, wäre das mit \titlehead sicher besser. Das Paket scrpage2 ist veraltet und sollte durch scrlayer-scrpage ersetzt werden. utf8x sollte man nur verwenden, wenn man unbedingt muss. Normalerweise ist utf8 ausreichend. Das Umdefinieren von \baselinestretch ist sehr veraltet. Man verwende stattdessen min. \linespread. Tatsächlich wird der Satz mit der verwendeten Verringerung des Zeilenabstandes auch zu dicht. Die Verwendung von DIV ist bei der späteren Nutzung von \areaset sinnlos. Statt natbib würde ich biblatex empfehlen. Einstellungen wie \graphicspath oder die Umdefinierung von \refname (übrigens besser per \renewcaptionname) gehören in die Präambel. Versalsatz gehört immer gesperrt (notfalls automatisch mit microtype, besser jedoch von Hand). Auch \centering hat kein Argument.

Fazit: »LaTeX Vorlagen« bzw. »Minimale Vorlage vs. maximale Probleme«

ingeule
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Beitrag von ingeule »

Hey, danke für deine Anmerkungen. Hatte ich mir schon fast gedacht, dass eine Antwort in diese Richtung kommt.
ABER: Trotzdem möchte ich mich an die Vorlage halten. Auch wenn die nicht ideal ist. Letztendlich sollten halt alle Paper "gleich" aussehen. Wenn jeder nach Belieben an der Vorlage rumbastelt, ist das nicht mehr der Fall.
Davon abgesehen gebe ich dir völlig recht. Wenn es meine Vorlage wäre, würde ich die auch ganz anders gestalten.

Bleibt die Frage warum die Sache bei dir läuft und bei mir nicht. Ich habe der Reihe nach auskommentiert und festgestellt, dass es an dem liegt. Ohne das pi bleibt zwar die beschriebene Warnung, ich erhalte aber ein pdf. Mit anderen griechischen Buchstaben verhält es sich gleich. Also muss hier irgendwie der Hund begraben liegen. Ideen?

nixversteh
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...

Beitrag von nixversteh »

Hallo ingeule,

läuft bei mir ebenfalls ohne Fehler und Warnungen. Welches Betriebssystem und welche Tex-distri hast du? Sind diese jeweils aktuell ...?

Gruß

Martin
Der aus Büchern erworbene Reichtum fremder Erfahrung heißt Gelehrsamkeit. Eigene Erfahrung ist Weisheit. Das kleinste Kapital von dieser ist mehr wert, als Millionen von jener.
(Gotthold Ephraim Lessing)

ingeule
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Beitrag von ingeule »

Hi,
ich verwende Windows 7 und Miktex 2.9. Sind aktuell, ja. Allerdings kann ich fehlende Pakete nicht on the fly installieren lassen, da das die Firewall nicht zulässt. Deswegen mache ich das immer manuell nach dieser Anleitung hier: http://tex.stackexchange.com/questions/ ... ex-windows Das funktioniert auch immer problemlos.

Wenn ich

Code: Alles auswählen

\usepackage{mathptmx}
rausschmeiße, kann ich griechische Buchstaben schreiben. Scheint also damit was zu tun zu haben. Hilft das weiter?

nixversteh
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Beitrag von nixversteh »

Hallo ingeule,

ich mag weder Windossen mag noch MikTex der vielen Probleme wegen.
Deshalb benutze ich Linux und Texlive 2015. Teste einfach mal Texlive ...

Gruß

Martin
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ingeule
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Beitrag von ingeule »

Danke für den Tipp. Werde ich aber trotzdem nicht machen. Ich arbeite schon jahrelang mit den beiden und es hat noch immer hingehauen. Und diese Holzhammermethode kann ja nicht die Lösung sein :wink:

nixversteh
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Beitrag von nixversteh »

ingeule hat geschrieben:Danke für den Tipp. Werde ich aber trotzdem nicht machen. Ich arbeite schon jahrelang mit den beiden und es hat noch immer hingehauen. Und diese Holzhammermethode kann ja nicht die Lösung sein :?
Hallo ingeule,

... kommst du aus Köln? Spaß beiseite, brauchst du auch nicht. Ich habe während meines Lebens gelernt: Kannst du ein Problem nicht lösen, löse dich vom Problem. Auf Rechner und LaTex und andere Software übertragen heißt das für mich: Kein Windows System und kein MIkTex. Ich habe damals etwa 2004 mit Windows als auch mit MikTex 2.x begonnen.
Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Fehlersuche.
Gruß

Martin

PS.: „Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, dann steig ab!” So lautet eine Weisheit der Dakota-Indianer
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Beinschuss
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Beitrag von Beinschuss »

Ohne mir Dein Template angesehen zu haben: Von der von Martin empfohlenen Holzhammermethode rate ich dringend ab. Windows und MikTeX funktionieren bei sehr vielen Nutzern (auch bei mir; seit einem dutzend Jahren) problemlos. Pflegen/aktualisieren sollte man/frau es allerdings.

Besserwisser

Beitrag von Besserwisser »

Möglicherweise hast du bei der manuellen Installation ein Problem verursacht. Diese Warnung wegen upgreek ist jedenfalls nicht normal.

Ich verwende TeX Live unter Linux und habe kein Problem. Das hat auch den Vorteil, dass es in der Voreinstellung komplett installiert wird und man deshalb hinter einer Firewall nach der Installation kein Problem wegen fehlender Pakete hat. Trotzdem kann man auch bei MiKTeX Pakete installieren, wenn man hinter einer Firewall sitzt. Siehe dazu beispielsweise: Wie erzeuge ich ein lokales MiKTeX-Repository? Man kann das auch nutzen, um auch für MiKTeX einmal alle Pakete zu installieren.

Wobei es derzeit wohl generell etwas Probleme mit MiKTeX-Updates gibt, was daran liegt, dass dort gerade eine Art großes Update ansteht: http://www.miktex.org/announcement/miktex-2-9-5800

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