Verlinkungen im Literaturverzeichnis

Erstellung eines Literaturverzeichnisses mit BibTeX, Biber, BibLaTeX und Co.
framework2k10
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Verlinkungen im Literaturverzeichnis

Beitrag von framework2k10 »

Hallo liebes Forum!

Da ich in meinem Citavi von diversen Quellen auch die Internetseite hinterlegt habe, frage ich mich, ob es möglich ist, das im Literaturverzeichnis einzubinden.

Klar, könnte man einfach die URL abdrucken, meine Idee wäre jetzt aber, eher hinter einem Titel des Journals den Link einzubauen.

Geht das mit begrenztem Aufwand? Hat da jemand Ideen?

Vielen Dank Im Voraus!

Ratgeber

Trial-and-Error-Methode

Beitrag von Ratgeber »

Mittlerweile sollte sich die Notwendigkeit herumgesprochen haben, dass man bei solchen Fragen gleich ein Minibeispiel mitliefert, um auftretende Probleme für potentielle Helfer reproduzierbar zu machen. Offensichtlich wurde noch nicht jeder registrierte Benutzer hier erreicht. Vielleicht ist eine Lösung aber auch nicht sonderlich wichtig. Deshalb kann ich nur ein Testobjekt anbieten.

Code: Alles auswählen

\documentclass[parskip=half,ngerman]{scrartcl}
\usepackage[T1]{fontenc}
\usepackage{babel}

\usepackage[backend=biber,style=numeric]{biblatex}
\addbibresource{biblatex-examples.bib}

\usepackage{libertinus,libertinust1math}
\usepackage{microtype}

\usepackage[breaklinks]{hyperref}

\begin{document}
  \nocite{*}

  Hier sind einige Einträge mit direktem Verweis auf Seiten im Netz aufgeführt (\cite{ctan},\cite{markey}).

  \printbibliography
\end{document}

framework2k10
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Beitrag von framework2k10 »

Auf die Notwendigkeit eines Minimalbeispiels wurde ich hier schon des Öfteren angesprochen. Ich bin mir über den Sinn dessen auch bewusst.

Hier erschließt er sich mir nicht. Ich habe ganz einfach kein (Minimal-)Beispiel. Ich frage hier auch nicht primär nach einem Code, sondern nach einer Idee. Unter wäre meine Idee, die ich aber nicht für massentauglich halte.

Auch hilft mir die Antwort wenig, bzw. bezweifle ich, dass meine Fragestellung richtig verstanden wurde.

In dem Bilderbuch-Minimalbeispiel sehe ich ein Literaturverzeichnis, dass auch Links zusätzlich drin hat. Das ist nicht meine Frage. Meine Frage wäre, ob jemand einen einfachen Weg sieht, wie ich ein Feld meiner .bib Datei unmittelbar als Link hinter ein anderes Feld legen kann, ohne dass ich die URL dazu abdrucke.

Ich denke man könnte einen Weg über hyperref händisch gehen, (so wie man simpel einen Link hinter ein Wort legt) aber vielen Quellen wär das wohl aber nicht sehr elegant.

MoeWe
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Beitrag von MoeWe »

Sieh Dir als Inspiration mal https://tex.stackexchange.com/q/48400/35864 an. Ich gehöre aber noch zu der Gruppe Menschen, die es sinnvoll findet, die URL (oder DOI oder was auch immer) ruhig vollständig im Verzeichnis anzugeben. Man weiß ja nie, ob das Dokument doch mal ausgedruckt wird oder es aus anderen Gründen handlich ist, die URL ganz dort stehen zu haben. (Wobei ich auch versuche, die URL so prägnant wie möglich zu halten, und alle unnötigen Session-IDs etc. aus der URL zu löschen, so dass die URL nicht zu lang wird.)

Ich weiß, dass das Erstellen eines Minimalbeispiels etwas Zeit erfordert und dass es gerade, wenn man nur allgemein und vage fragt, auf den ersten Blick wenig sinnvoll erscheint, ein Beispiel mitzuliefern (eventuell hat man ja noch gar keinen relevanten Code). Aber auch in diesen Fällen kann es hilfreich sein, ein Minimalbeispiel als Grundgerüst zu liefern – und wenn man damit nur guten Willen demonstriert. Bei einer Frage, die Literaturverzeichnisse involviert, kann ein Minimalbeispiel zum Beispiel zeigen, ob man biblatex oder klassisches BibTeX nutzt. Da Lösungsansätze für diese beiden Methoden sich oftmals stark unterscheiden, ist es für Helfer immer angenehm, zu wissen, ob biblatex oder BibTeX verwendet wird. Ich habe zwar Spaß am Basteln, bin aber immer etwas enttäuscht, wenn meine Vorschläge nicht mal angesehen werden, da sich im Nachhinein herausstellt, dass ich auf das falsche Pferd gesetzt habe. (Ein anderes Beispiel wären die KOMA-Script-Klassen, die bringen sehr viele Bordmittel mit, die in den Standardklassen nicht oder nur mit Extrapaketen verfügbar sind. Auch bei vermeintlich einfachen oder allgemeinen Fragen ist es dann sinnvoll, zu wissen, ob eine KOMA-Script oder eine Standardklasse zum Einsatz kommt.) Zu guter Letzt zeigt ein Minimalbeispiel immer zumindest, dass man sich als Fragesteller ein bisschen Mühe macht, die Fragestellung so zu illustrieren, dass eine mögliche Helferin sich nicht die Mühe machen muss, ein Grundgerüst auf die Beine zu stellen und Dummy-Inhalte zu produzieren.
Zuletzt geändert von MoeWe am Fr 25. Okt 2019, 08:31, insgesamt 1-mal geändert.

auf Einsicht hoffender

Beitrag von auf Einsicht hoffender »

framework2k10 hat geschrieben:In dem Bilderbuch-Minimalbeispiel sehe ich ein Literaturverzeichnis, dass auch Links zusätzlich drin hat. Das ist nicht meine Frage. Meine Frage wäre, ob jemand einen einfachen Weg sieht, wie ich ein Feld meiner .bib Datei unmittelbar als Link hinter ein anderes Feld legen kann, ohne dass ich die URL dazu abdrucke.
Und das wäre etwas gewesen, was du an einem Minimalbeispiel hättest verdeutlichen können, so in der Art: »Mit … wird der Link ja als URL eingefügt. Ich hätte aber gerne, dass beispielsweise das Label oder der Titel zu einem Link wird und dafür die URL vorzugsweise gar nicht erst angezeigt wird.« Und wir hätten dann auch gleich gewusst, ob du die alte BibTeX-Methode oder biblatex verwendest, welcher Stil von dir eingesetzt wird etc. Und wir hätten etwas gehabt, um unsere Ideen zu testen.

Ohne Code, mit dem ich arbeiten kann, denke ich schon einmal viel zu lange darüber nach, ob ich erst erklären muss, dass es eine gute Idee wäre, biblatex zu verwenden, ob ich erst einmal danach fragen muss, ob ein bestimmter Literaturstil gefordert ist oder ob es sinnvoll ist, einfach irgendwie mit dem Ausprobieren rein spekulativen Codes loszulegen und dann zu riskieren, dass da gleich »Ja, aber« kommen, wie das hier ja Ratgeber tatsächlich auch gegangen ist. Und wenn ich dann so viel Zeit für die Überlegungen verschwendet habe, ist mir oft sowohl die Zeit als auch die Motivation ausgegangen. Und eigentlich sollen die Überlegungen auch gar nicht notwendig sein, denn genau genommen wurde schon oft genug begründet, weshalb man als Fragesteller lieber einmal zu oft ein Minimalbeispiel liefern sollte als einmal zu wenig.

Und für heute habe ich jetzt ebenfalls schon wieder viel zu viel Zeit mit dieser Begründung verschwendet und muss mich nun echter Arbeit widmen – auch wenn diese ebenfalls zu 99% nicht mir sondern anderen dient und ein Großteil derjenigen das nicht einmal erkennt geschweige denn wenigstens im Stillen anerkennen würde.

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