Womit Jura-Masterarbeit schreiben?

Erstellung eines Literaturverzeichnisses mit BibTeX, Biber, BibLaTeX und Co.
davidgrill's
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Registriert: Sa 22. Dez 2018, 18:55

Womit Jura-Masterarbeit schreiben?

Beitrag von davidgrill's »

Servus,

ich habe meine Hausarbeiten und meine Bachelorarbeit mit der Klasse jura geschrieben und zum Zitieren Jurabib verwendet.

Nur Jurabib ist ja uralt und nicht mehr gepflegt, und zudem schwerer anzupassen.

BibLaTeX ist da ja eigentlich richtiger, oder?

Nur scheinen die biblatex styles die verfügbar sind nicht mehr zu funktionieren. (biblatex-jura, biblatex-juradiss)

Ich fand auch die Idee von der Uni des Saarlandes ganz spannend, einfach eine GUI zu erzeugen, wo man seine Wünsche einfach anklicken kann.

http://tools.jura.uni-saarland.de/latex.html

http://tools.jura.uni-saarland.de/latexbib/

Nur klappt das alles wohl auch nicht mehr, weil biblatex-juradiss nicht mehr läuft!?

Womit schreiben denn aktuell die Juristen???

Ich finde nur viele alte Posts, wo gesagt wird, dass man einen BibLaTeX style für jura hin selbst anpassen soll.
Hat das nicht schon mal jemand gemacht?
Oder muss ich da jetzt alleine durch?

Welchen Grundstyle sollte ich denn am besten Verwenden?

Grüße
David

Gast

Beitrag von Gast »

Es gab im Januar ein ähnliches Thema.

Gast

Beitrag von Gast »

Seit dem Beitrag von Januar hat sich wie zu erwarten nichts grundsätzlich geändert. Leider scheint es, als habe sich der Themenstarter von damals auch nicht mehr gemeldet. Es wäre schade, hätte er hat die Idee mit LaTeX aufgegeben.

Wenn irgendjemand im juristischen Bereich in letzter Zeit eine funktionierende Lösung mit biblatex gebaut hat, dann ist sie zumindest nicht auf den TeX-üblichen Wegen (auf CTAN oder zumindest auf GitHub/GitLab mit passenden Stichworten auffindbar) veröffentlicht worden. Es läuft also darauf hinaus, dass Du Einiges selbst wirst tun müssen. Hier im Forum wirst Du dabei sicher Hilfe bekommen können. Ganz allein bist Du dabei also nicht.

davidgrill's
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Beiträge: 14
Registriert: Sa 22. Dez 2018, 18:55

Beitrag von davidgrill's »

Echt Schade, dass keine Uni mal sowas ausarbeitet.
Von denen kommen ja auch immer die ganzen speziellen Vorgaben...

Welcher Stil wäre denn als Grundlage geeignet?


biblatex?
biblatex-dw?
biblatex-ext?
oscula?

Gast

Beitrag von Gast »

Naja, so verbreitet scheint LaTeX in der Juristerei nicht zu sein, warum sollte man (als Uni oder als Angestellter einer Universität oder als Provatperson) also Aufwand betreiben und Ressourcen verschwenden, um so etwas aufzubauen und zu betreuen? Gerade bei einigen Uni-Vorgaben habe ich nicht das Gefühl, dass die danach gestaltet wurden, wie einfach die gewünschte Ausgabe algorithmisch mit bekannten Literaturverwaltungssystemen zu erreichen ist und wie konsistent oder sinnvoll sie ist, sondern eher nach dem Geschmack der Verfasser.

Als Grundlage kann ich die Standardstile sowie biblatex-ext uneingeschränkt empfehlen (wobei ich bei letzteren vielleicht etwas befangen bin). biblatex-dw ist zwar größtenteils mit aktuellem biblatex kompatibel, scheint aber zur Zeit nicht weiterentwickelt zu werden. Den Stil würde ich also tendenziell nicht als Basis nehmen, außer es zeichnen sich außergewöhnliche Umstände ab. oscola ist ein solider Stil, der die OSCOLA-Vorgaben implementiert, dabei muss er aber wie viele andere solcher Stile (biblatex-apa, biblatex-chicago, ...) teils recht tief in die Trickkiste greifen, daher bietet er sich als Basis für einen eigenen Stil meiner Meinung nach nur bedingt an, da es sehr aufwändig sein kann, bestimmte Dinge zu modifizieren. Wenn es Dir um deutsche juristische Zitate geht, dann wird OSCOLA uns wahrscheinlich nicht unbedingt weiterbringen.

Christoph2

Versuch doch mal biblatex-jura2

Beitrag von Christoph2 »

Probier doch mal das Paket
[url]https://www.ctan.org/tex-archive/macros ... atex-jura2[\url]
aus. Das müsste die meisten Eintragsarten abdecken.

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