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.aux Datei kompilieren

 

schmimo97
Gast

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     Beitrag Verfasst am: 18.03.2019, 23:07     Titel: .aux Datei kompilieren
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Hallo!
Ich möchte das Paket multibib nutzen und habe auch alles nach der Dokumentation geschrieben. Soweit so Problemlos.

Und jetzt soll ich laut Dokumentation folgendes tun:


To process your document, three runs of LATEX and two runs of BibTEX are required.
latex mydoc
bibtex mydoc
bibtex ltex
latex mydoc
latex mydoc

Und mir ist nicht ganz klar, was ich machen muss. Ich arbeite mit dem Texshop auf dem Mac, dort kann ich oben links einstellen ob ich mit Latex oder Bibtex "setzen" möchte, allerdings brachte dort die Reihenfolge nicht die Lösung. (Oben steht ja auch eine Unterscheidung zwischen mydoc und ltex)

Laut dok. muss ich

For each bibliography a corresponding auxiliary file ⟨s⟩.aux is generated, that needs to be compiled through BibTEX.

in der tat habe ich jetzt 2 .aux Dateien in meinem Verzeichnis, nur was muss ich tun um die beide mit BibTex zu kompilieren?

Ich hoffe ihr versteht mein Problem und es erscheint euch nicht zu wirr.

LG Paul

Bartman
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     Beitrag Verfasst am: 18.03.2019, 23:13     Titel:
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Dürfen die Leser Deines Themas erfahren, warum Du nicht mit biblatex und biber arbeitest?
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     Beitrag Verfasst am: 18.03.2019, 23:27     Titel:
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Ich habe kein TeXshop. Wenn Du dort keinen zusätzlichen bibtex-Aufruf definieren kannst und auch die Verwendung von arara oder latexmk nicht vorgesehen ist, dann bleibt dir nur, bibtex ltex aus einem Terminalfenster heraus aufzurufen.

Ich würde aber wie Bartman, die Verwendung von biblatex und biber empfehlen, wie das auch in den wichtigen Hinweisen erklärt ist. Mit biblatex + biber sind mehrere Literaturverzeichnisse kein Problem und bedürfen nur der Umstellung des Editors auf die Verwendung von biber statt bibtex. Mehrere Aufrufe für mehrere aux-Dateien entfallen dann. Das ist normalerweise kein Problem.

Gast


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     Beitrag Verfasst am: 19.03.2019, 09:38     Titel:
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Es ist davon auszugehen, dass ein Editor wie TeXshop Programme wie pdfLaTeX oder Biber immer auf der Hauptdatei Deines aktuellen Projektes ausführt (sofern bekannt, sonst eben auf der aktuellen Datei). Das ist nämlich (modulo Dateiendung, die man eh meist weglassen kann) in den meisten Fällen die richtige Datei. Heißt Deine Hauptdatei mydoc.tex dann sind also die Aufrufe latex mydoc und bibtex mydoc leicht mit dem Editor und seinen Schaltflächen ausgeführt, andere Aufrufe sind schwieriger, wenn sie nicht mit Dateinamen direkt zusammenhängen.

Im hier vorliegenden Fall ist es sogar so, dass es für einen Editor außerordentlich schwer ist, herauszufinden, dass bibtex ltex laufen muss. Eigentlich kann man das nur wissen, wenn man die gesamte .tex-Datei parst oder wenn man die ganze .log liest, sieht, dass die .aux geschrieben wurde, und dann den richtigen Schluss zieht. Das leisten die meisten Editoren nicht.

Fancy Geräte wie latexmk können durch Analyse der .log-Datei und anderer geschriebener Dateien an der Stelle bessere Ergebnisse erzielen und automatisch erkennen, dass ein BibTeX-Lauf auf einer anderen .aux-Datei nötig ist. arara wäre so konfigurierbar, dass die Aufgaben mit einem Aufruf erledigt werden können.

Wenn Du diese Tools nicht nutzen kannst oder willst, dann wird Dir wahrscheinlich nur übrig bleiben, den notwendigen BibTeX-Lauf manuell über die Kommandozeile auszuführen. Selbst wenn es möglich wäre, den notwendigen BibTeX-Lauf in TeXshop hardzucoden, würde ich das lassen, da sich der Dateiname ja von Dokument zu Dokument unterscheiden kann.

Wenn Du die bereits erwähnten biblatex und biber nutzt, dann ist wieder ein Aufruf (von Biber) genug, auch wenn Du mehrere Verzeichnisse hast.

Schmimo97
Gast

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     Beitrag Verfasst am: 19.03.2019, 11:40     Titel:
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Guten Morgen erstmal und vielen dank für eure Antworten!
Zuerst möchte ich Bartmans Frage Beantworten, auch wenn die Antwort enttäuschen mag:
Ich Arbeite Geisteswissenschaftlich mit Jurabib und Bibdesc und habe da recht spezielle Vorgaben. Irgendwann habe ich mir da dann eine Vorlage zusammengebastelt, die genau das tut was ich möchte und komme inzwischen mit dieser, veralteten, Lösung gut klar. Ich sehe aber an euren Antworten, dass es Quatsch ist damit weiter zu arbeiten? Ihr empfehlt also Biber und Biblatex? auch für Geisteswissenschaften?
Dann werde ich mich dann jetzt selbst umschulen.
Auch den beiden anderen Gäste vielen Dank! ich muss aber leider gestehen, nicht ganz zu verstehen was euer Vorschlag ist, aber es scheint ja sehr kompliziert zu sein, darum lass ich das dann lieber und kümmere mich um den Biber.
LG Paul

Gast


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     Beitrag Verfasst am: 19.03.2019, 12:17     Titel:
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Tendenziell geht mit biblatex und biber Einiges. Gerade für die Geisteswissenschaften bieten die beiden sehr viele Funktionen, die man aus normalem BibTeX nur sehr schwer herausgekitzelt bekommt. Einige Dinge in biblatex sind von jurabib inspiriert und damit kompatibel, sodass ein Umstieg oft gut möglich ist.

Einzig und allein für die Eigenheiten deutscher juristische Zitierstile (ich denke da besonders an Kommentare und die Nennungen der Autoren und Herausgeber im Zitat sowie Gesetzestexte und Urteile oder Entscheidungen) gibt es bei biblatex zur Zeit keine aktuellen, fertigen Lösungen (siehe z.B. Jura-Dissertation mit Latex).

Ein Problem von jurabib ist, dass es seit Jahren nicht mehr gepflegt wird und aufgrund seiner Komplexität durchaus kleinere oder größere Bugs enthalten kann, bei denen Du dann auf dich allein gestellt bist. Es gibt keine große Nutzergemeinde mehr für das Paket. Auch Experten hier im Forum versuchen dann lieber, auf biblatex auszuweichen anstatt teilweise recht komplexe Anpassungen in jurabib durchzuführen. Auch insgesamt würde ich sagen, dass jurabib nicht so flexibel wie biblatex ist. Wenn Du bei biblatex einen Bug findest, dann kannst Du ihn bei https://github.com/plk/biblatex/issues melden und er wird hoffentlich behoben.

Man ist hier sicher bereit, Dir beim Umstieg zu helfen, wenn Du konkrete Fragen hast, die Du mit ein bisschen Herumstöbern hier nicht beantworten kannst.

Mein Vorschlag aus dem Beitrag von 08:38 war: Entweder Du kompilierst das Dokument mit den benötigten Befehlen von Hand aus der Kommandozeile oder Du nutzt latexmk, das die benötigten Kompilierschritte selbst erkennt und durchführt, (ähnlicher Hinweise bei TeX.SX) oder arara, bei dem Du die benötigten Schritte in die Datei "einprogrammieren" kannst und sie mit nur einem Aufruf starten lassen kannst (Beispiel bei TeX.SX).

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