von cabohah » Fr 20. Mär 2026, 09:43
KOMA-Script ist bei allen MiKTeX-Versionen "dabei". Das Problem ist eher, dass man bei MiKTeX in der Regel nur ein Basissystem installiert und Pakete wie KOMA-Script dann on-the-fly nachinstalliert werden. Dabei wird natürlich, die dann im MiKTeX-Repository verfügbare Version installiert. Diese passt aber nicht zwingend zu dem einst installierten LaTeX-Kernel. Deshalb wurde ja schon oben erwähnt: Wenn es nach der Installation eines Pakets Probleme gibt, ist ggf. ein Update von MiKTeX sowohl als Administrator (wird von der MiKTeX-Console ausdrücklich angeboten) als auch als Benutzer angesagt, also letztlich zwei Update-Durchgänge.
Bei einem aktuellen MiKTeX ist also auch ein aktuelles KOMA-Script 3.49.2 verfügbar. Das passt auch zu dem aktuellen MiKTeX, wenn man hat bei MiKTeX alle Updates installiert hat. Da das Basissystem von den meisten Benutzern für alle und damit im Administrator-Modus installiert ist, bedeutet "alle Updates" eben ein Update im Administrator-Modus und im User-Modus. Anderenfalls hat man nämlich ggf. einen alten LaTeX-Kernel, aber ein neues KOMA-Script. Das passt dann nicht. Deshalb liest man auch oft den Unsinn, dass man MiKTeX deinstallieren und neu installieren soll. Das ist aber Unfug. Richtig ist: Update korrekt durchführen!
Natürlich musst du dann die oben erwähnten Anpassungen deines Dokuments noch vornehmen. Beispielsweise ist scrpage2 schon lange veraltet und auch nicht mehr Teil von KOMA-Script. In der Regel genügt es aber als erster Schritt, stattdessen scrlayer-scrpage zu laden (weitere Anpassungen sind sinnvoll, aber nicht zwingend und werden in der log-Datei per Warnung explizit erklärt). Siehe auch
https://sourceforge.net/p/koma-script/wiki-de/Error_scrpage2/. Ebenso gibt es das experimentelle Paket tocstyle schon lange nicht mehr. Das wurde durch neue Möglichkeiten mit Hilfe von tocbasic ersetzt. Erster Schritt wäre hier, einfach das Paket und seine Befehle rauszunehmen, damit das Dokument wieder durchläuft. Wenn dann etwas angepasst werden muss, in der Anleitung nachschauen, wie man das macht. Ggf. im KOMA-Script-Wiki schauen und "schlimmstenfalls" in einem guten LaTeX-Forum eine Frage mit passendem Minimalbeispiel stellen.
Warum hier immer wieder TeX Live (das sowohl unter Linux, Windows, Mac OSX sehr gut funktioniert) genannt wird:
Bei TeX Live installiert man hingegen normalerweise ein vollständiges System mit allen Paketen. Braucht zwar etwas mehr Zeit und reichlich Platz (bei mir sind das ca. 7 GB), dafür hat man dann erst einmal ein normalerweise konsistentes System. Man braucht dann nur noch Updates bei Bedarf, bei denen man am besten auch nicht einzelne Pakete erneuert, sondern immer das Ganze. Das geht dort mit einem einzigen Aufruf. Nerds wie ich, machen Updates alle paar Tage. Normalanwender alle paar Wochen bis Monate oder installieren ggf. auch nur einmal im Jahr die neuste Ausgabe.
Bei TeX Live ist dank der Historic-Repositories (siehe Link oben, wie man so eine historische Version installiert) sehr viel einfacher, eine konsistente alte Version zu installieren. Und durch passendes Setzen der Environment-Variable PATH kann man auch mehrere alte Versionen parallel installiert haben und das für ein altes Dokument passende auswählen.
Früher fand ich die Methode von MiKTeX, bei der nur das installiert ist, was man braucht, einfach genial. Seit aber zweimal im Jahr ein neuer LaTeX-Kernel und mehrmals im Jahr ein neuer L3-Layer (wird inzwischen in den LaTeX-Kernel eingebunden) erscheint und immer mehr Pakete dann den neusten LaTeX-Kernel und auch den neusten L3-Layer benötigen, endet das leicht in Versionskonflikten. Seither finde ich gerade für Leute, die nicht so tief in der Materie stecken, TeX Live einfacher zu beherrschen. Ggf. sind auch Paketupdates für TeX Live meist sehr viel rascher verfügbar.
Dein Problem ist übrigens nicht KOMA-Script spezifisch. Dasselbe hätte dir mit anderen Paketen passieren können, die in aktueller Version einen neueren LaTeX-Kernel benötigen.
KOMA-Script ist bei allen MiKTeX-Versionen "dabei". Das Problem ist eher, dass man bei MiKTeX in der Regel nur ein Basissystem installiert und Pakete wie KOMA-Script dann on-the-fly nachinstalliert werden. Dabei wird natürlich, die dann im MiKTeX-Repository verfügbare Version installiert. Diese passt aber nicht zwingend zu dem einst installierten LaTeX-Kernel. Deshalb wurde ja schon oben erwähnt: Wenn es nach der Installation eines Pakets Probleme gibt, ist ggf. ein Update von MiKTeX sowohl als Administrator (wird von der MiKTeX-Console ausdrücklich angeboten) als auch als Benutzer angesagt, also letztlich zwei Update-Durchgänge.
Bei einem aktuellen MiKTeX ist also auch ein aktuelles KOMA-Script 3.49.2 verfügbar. Das passt auch zu dem aktuellen MiKTeX, wenn man hat bei MiKTeX alle Updates installiert hat. Da das Basissystem von den meisten Benutzern für alle und damit im Administrator-Modus installiert ist, bedeutet "alle Updates" eben ein Update im Administrator-Modus und im User-Modus. Anderenfalls hat man nämlich ggf. einen alten LaTeX-Kernel, aber ein neues KOMA-Script. Das passt dann nicht. Deshalb liest man auch oft den Unsinn, dass man MiKTeX deinstallieren und neu installieren soll. Das ist aber Unfug. Richtig ist: Update korrekt durchführen!
Natürlich musst du dann die oben erwähnten Anpassungen deines Dokuments noch vornehmen. Beispielsweise ist scrpage2 schon lange veraltet und auch nicht mehr Teil von KOMA-Script. In der Regel genügt es aber als erster Schritt, stattdessen scrlayer-scrpage zu laden (weitere Anpassungen sind sinnvoll, aber nicht zwingend und werden in der log-Datei per Warnung explizit erklärt). Siehe auch https://sourceforge.net/p/koma-script/wiki-de/Error_scrpage2/. Ebenso gibt es das experimentelle Paket tocstyle schon lange nicht mehr. Das wurde durch neue Möglichkeiten mit Hilfe von tocbasic ersetzt. Erster Schritt wäre hier, einfach das Paket und seine Befehle rauszunehmen, damit das Dokument wieder durchläuft. Wenn dann etwas angepasst werden muss, in der Anleitung nachschauen, wie man das macht. Ggf. im KOMA-Script-Wiki schauen und "schlimmstenfalls" in einem guten LaTeX-Forum eine Frage mit passendem Minimalbeispiel stellen.
Warum hier immer wieder TeX Live (das sowohl unter Linux, Windows, Mac OSX sehr gut funktioniert) genannt wird:
Bei TeX Live installiert man hingegen normalerweise ein vollständiges System mit allen Paketen. Braucht zwar etwas mehr Zeit und reichlich Platz (bei mir sind das ca. 7 GB), dafür hat man dann erst einmal ein normalerweise konsistentes System. Man braucht dann nur noch Updates bei Bedarf, bei denen man am besten auch nicht einzelne Pakete erneuert, sondern immer das Ganze. Das geht dort mit einem einzigen Aufruf. Nerds wie ich, machen Updates alle paar Tage. Normalanwender alle paar Wochen bis Monate oder installieren ggf. auch nur einmal im Jahr die neuste Ausgabe.
Bei TeX Live ist dank der Historic-Repositories (siehe Link oben, wie man so eine historische Version installiert) sehr viel einfacher, eine konsistente alte Version zu installieren. Und durch passendes Setzen der Environment-Variable PATH kann man auch mehrere alte Versionen parallel installiert haben und das für ein altes Dokument passende auswählen.
Früher fand ich die Methode von MiKTeX, bei der nur das installiert ist, was man braucht, einfach genial. Seit aber zweimal im Jahr ein neuer LaTeX-Kernel und mehrmals im Jahr ein neuer L3-Layer (wird inzwischen in den LaTeX-Kernel eingebunden) erscheint und immer mehr Pakete dann den neusten LaTeX-Kernel und auch den neusten L3-Layer benötigen, endet das leicht in Versionskonflikten. Seither finde ich gerade für Leute, die nicht so tief in der Materie stecken, TeX Live einfacher zu beherrschen. Ggf. sind auch Paketupdates für TeX Live meist sehr viel rascher verfügbar.
Dein Problem ist übrigens nicht KOMA-Script spezifisch. Dasselbe hätte dir mit anderen Paketen passieren können, die in aktueller Version einen neueren LaTeX-Kernel benötigen.