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Kommerzielle Schrift - auf was muss ich vor dem Kauf achten?

 

FooBar
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     Beitrag Verfasst am: 04.03.2018, 23:22     Titel: Kommerzielle Schrift - auf was muss ich vor dem Kauf achten?
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Hallo zusammen!

Ich überlege, ob ich mir eine professionelle Schrift kaufe. Bevor ich das allerdings tatsächlich mache, habe ich noch ein paar grundlegende Fragen. Ich habe ausgiebig gegoogelt, allerdings konnte ich keine eindeutigen Antworten finden:

Welches Format muss die Schrift denn nun haben, damit ich sie mit pdflatex verwenden kann?
Wie finde ich/wähle ich eine passende Mathematik-Schrift aus?
Wie wird sichergestellt, dass beliebige Schriftgrössen unterstütz werden?
Wie wird sichergestellt, dass alle Sonderzeichen (z.b. auch das griechische Alphabet) enthalten sind?
Auf was muss man sonst noch achten?

Vielen Dank!

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     Beitrag Verfasst am: 05.03.2018, 08:39     Titel:
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Zitat:
Welches Format muss die Schrift denn nun haben, damit ich sie mit pdflatex verwenden kann?

Ich würde gar nicht erst mit pdflatex anfangen. Da brauchst Du nämlich zusätzlich zum Font auch noch eine Fonteinbindung. Je nachdem, was Du alles aus dem Font nutzen willst, kann das recht aufwändig werden: → fontinstallationguide

Deshalb besser gleich xelatex oder lualatex verwenden und dann ist das bevorzugte Format natürlich OTF.

Zitat:
Wie finde ich/wähle ich eine passende Mathematik-Schrift aus?

Wenn der Font selbst nicht als Mathefont mit unicode-math taugt, brauchst Du jemanden, der sich mit Fonts auskennt. Laien neigen dazu, etwas auszusuchen, was ihnen gefällt und das dann als passend zu deklarieren auch wenn es das gar nicht ist.

Zitat:
Wie wird sichergestellt, dass beliebige Schriftgrössen unterstützt werden?

Sowohl Type-1 als auch OTF sind eigentlich immer beliebig skalierbar. Ob das dann in kleinen oder in großen Größen noch gut wird, ist die andere Frage. Da gibt es als Orientierung allenfalls den angegebenen Einsatzzweck für den Font (falls angegeben). Einen Plakatfont verwendet man beispielsweise besser nicht für das berühmte Kleingedruckte. Fonts, die es in vielen Gewichten gibt, kann man häufiger recht weitreichend skalieren (notfalls mit Wahl eines anderen Gewichts).

Zitat:
Wie wird sichergestellt, dass alle Sonderzeichen (z.b. auch das griechische Alphabet) enthalten sind?

Normalerweise sollte angegeben sein, was der Font enthält. Sonst musst Du den Händler/Hersteller fragen.

Zitat:
Auf was muss man sonst noch achten?

Darauf, dass der Font für den angepeilten Zweck auch geeignet ist. Je nach Zweck kann dann beispielsweise gute Lesbarkeit, große oder kleine Laufweite, u. v. m. zu den Kriterien gehören.

Bevor Du Dich mit einer kommerziellen Schrift befasst, sei darauf hingewiesen, dass im TeXGyre-Projekt diverse sehr gute, sehr gut ausgebaute Fonts, teilweise mit Matheunterstützung entstanden und frei verfügbar sind. Schau einfach einmal in den Font-Catalogue (siehe Wichtige Netzdokumente).

FooBar
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     Beitrag Verfasst am: 05.03.2018, 09:52     Titel:
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Danke für deine Antwort!

lualatex und xelatex haben doch auch so ihre Probleme und ich nutze seit Jahren pdflatex. Möchte eigentlich ungern umsteigen.

Konkret ginge es um die Schrift Skolar Serif und Sans. Gibt es da eine vergleichbare freie Schrift mit Mathe-Unterstützung? Die TeXGyre Schriften haben mir jetzt nicht so zugesagt. Falls nicht, welche Mathe-Schrift würde denn zu Skolar passen?

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     Beitrag Verfasst am: 05.03.2018, 10:38     Titel:
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Ich weiß ja, warum ich für einige wenige Dinge kein LuaLaTeX verwende, würde aber jedem Durchschnittsanwender den sofortigen Wechsel empfehlen und jedem Anfänger direkt damit zu beginnen. Das gilt ganz besonders dann, wenn man einen OpenType-Font verwenden will. Das mit Hilfe von fontspec und unicode-math zu realisieren, ist im Vergleich zur Erstellung einer Fonteinbindung für PDFLaTeX unschlagbar einfach. Dabei kann man auch noch OpenType-Features nutzen, die PDFLaTeX überhaupt nicht bietet. Und nebenbei kann man auch noch von LuaTeX-Features profitieren.

Natürlich sollte man das mit der Verwendung einer aktuellen TeX-Distribution verbinden. Dann sind bis auf wenige, lästige Ausnahmen auch alle wichtigen Pakete an die aktuelle, stabile Version von luatex angepasst. Die unrühmliche Ausnahme geometry scheint seit über sieben Jahren vom Maintainer nicht mehr gepflegt zu werden. Bug-Reports werden schlicht ignoriert. Eigentlich sollte das Paket langsam als unmaintained eingestuft werden. Hoffentlich findet sich dann jemand, der es übernimmt und die bekannten Probleme beseitigt.

Mich würde allerdings interessieren, welche Probleme du konkret mit LuaLaTeX (oder auch mit XeLaTeX) hast. Nach meiner Beobachtung erfolgen solche Ablehungsentscheidungen nämlich häufig aus einem diffusen oftmals auch von Gerüchten geschaffenen Bachgefühl. Probiert ein Anwender das zuvor abgelehnte Programm wirklich aus und hilft man ihm ggf. über die Anfangsschwierigkeiten, wundert er sich dagegen nicht selten, warum er das nicht schon lange verwendet.

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     Beitrag Verfasst am: 05.03.2018, 13:03     Titel:
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Zitat:
Mich würde allerdings interessieren, welche Probleme du konkret mit LuaLaTeX (oder auch mit XeLaTeX) hast. Nach meiner Beobachtung erfolgen solche Ablehungsentscheidungen nämlich häufig aus einem diffusen oftmals auch von Gerüchten geschaffenen Bachgefühl. Probiert ein Anwender das zuvor abgelehnte Programm wirklich aus und hilft man ihm ggf. über die Anfangsschwierigkeiten, wundert er sich dagegen nicht selten, warum er das nicht schon lange verwendet.


Naja, ich muss zugeben, dass es genau dieses diffuse Bauchgefühl ist und die Tatsache, dass ich irgendwo mal gelesen habe (ich finde die Quelle leider nicht mehr), dass pdflatex zu bevorzugen sei. Meine Hauptsorge ist, dass meine verwendeten Pakete nicht mehr funktionieren oder ich Abstriche machen muss. Hier mal ein paar Beispiele: TikZ, PGFplots, beamer, nomentbl, biblatex, chemmacros, siunit.

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     Beitrag Verfasst am: 05.03.2018, 15:06     Titel:
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tikz funktioniert mit LuaLaTeX eher besser.

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     Beitrag Verfasst am: 05.03.2018, 16:01     Titel:
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Für welche Fälle würdest du denn LuaLaTeX nicht verwenden?

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     Beitrag Verfasst am: 06.03.2018, 20:36     Titel:
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Was für Probleme können denn bei Verwendung von otf fonts und des Unicode-Math Package und otf fonts besonders in Bezug auf Mathematik und Chemie auf mich zukommen?

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     Beitrag Verfasst am: 07.03.2018, 08:38     Titel:
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Dass der Font nicht korrekt Unicode codiert ist. Dass nicht alle Slots oder nicht alle Zeichen vorhanden sind, die du brauchst …

Das ist aber alles unabhängig davon, welches Format der Font hat und welche Engine verwendet wird. Bei Verwendung von PDFTeX gibt es in der Regel zusätzliche Probleme, also nicht weniger sondern mehr. Das erste ist bereits die Erstellung einer Fonteinbindung.

Bevor du einen Font kaufst, beschäftige dich einfach einmal ein wenig damit, einen bereits vorhandenen Font für LaTeX zu erschließen. Dann siehst du schnell, ob du besser mit dem Gedöns für PDFLaTeX oder der Einbindung via fontspec und unicode-math für XeLaTeX und LuaLaTeX zurecht kommst. Du siehst dann auch selbst, wo Probleme liegen bevor du Geld für einen Font ausgegeben hast.

FooBar
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     Beitrag Verfasst am: 07.03.2018, 10:33     Titel:
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Danke, das werde ich tun.

Meinen Recherchen nach, gibt es eigentlich nur eine Hand voll Schriftarten, die halbwegs vollständig für professionellen Formelsatz geeignet sind. Wäre es daher nicht einfacher/besser, eine von diesen zu wählen, die dann bestmöglich zu der ausgewählten Brotschrift passt?


Was ist denn nun mit den Nachteilen von LuaLaTeX (wofür konkret taugt das denn nicht)?

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