Geometry - Abstände funktionieren nicht zuerlässig

Layout von Seiten, Rändern, Fusszeilen, usw, modifizieren
Gast

Geometry - Abstände funktionieren nicht zuerlässig

Beitrag von Gast »

Hallo!

Ich habe ein kleines Problem mit dem geometry-Paket. Ich muss feste Vorgaben bei der Einstellung der Ränder einhalten. Zu diesem Zweck habe ich das Geometry-Paket wie im folgenden Beispiel definiert.

Jetzt scheint es aber so, dass der Abstand "footskip" nicht immer korrekt berücksichtigt wird: Mal werden die 10 mm getroffen (Seite 3), mal sind es 11 mm, mal 14 mm (Seite 2).

Ich vermute, dass das mit den Abständen der Überschriften und Formelumgebung sowie dem Befehl \raggedbottom zusammenhängt.

Daher zwei Fragen:

1. Stimmt meine Vermutung
2. Kann man dagegen etwas tun? (\flushbottom bringt z.B. nix)

Danke!

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\documentclass[10pt,
			   twoside,
			   headsepline, 
			   paper=a5,
			   ngerman,
			   open=right,
			  ]{scrreprt}

\usepackage[inner=23mm, outer=15mm, top=15mm, bottom=15mm, includeheadfoot, headsep=7mm, footskip=10mm]{geometry}
\raggedbottom

\usepackage{babel}
\usepackage[babel, german=quotes]{csquotes}
\usepackage[expansion=true, protrusion=true]{microtype}

\usepackage{setspace}
\onehalfspacing

\usepackage{amsmath}

\usepackage{scrlayer-scrpage}
\pagestyle{scrheadings}
\automark[chapter]{chapter}
\automark*[section]{}

\usepackage{blindtext}

\begin{document}
\chapter{Kapitel}

\blindtext[3]
\begin{equation}
a^2+b^2=c^2
\end{equation}
\blindtext[4]
\section{Unterkapitel}
\blindtext[7]

\end{document}

Gast

Beitrag von Gast »

Niemand eine Idee?

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u_fischer
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Beitrag von u_fischer »

\flushbottom würde schon helfen, aber du solltest besser auch heightrounded verwenden, und setspace vor geometry laden, damit es eine Chance hat zu erkennen, welchen Zeilenabstand du verwendest.

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\documentclass[10pt,
            twoside,
            headsepline,
            paper=a5,
            ngerman,
            open=right,
           ]{scrreprt}

\usepackage{setspace}
\onehalfspacing

\usepackage[inner=23mm, outer=15mm, top=15mm, bottom=15mm, includeheadfoot, headsep=7mm, footskip=10mm,showframe,heightrounded]{geometry}
\flushbottom

\usepackage{babel}
\usepackage[babel, german=quotes]{csquotes}
\usepackage[expansion=true, protrusion=true]{microtype}


\usepackage{amsmath}

\usepackage{scrlayer-scrpage}
\pagestyle{scrheadings}

\automark[chapter]{chapter}
\automark*[section]{}

\usepackage{blindtext}

\begin{document}
\chapter{Kapitel}

\blindtext[3]
\begin{equation}
a^2+b^2=c^2
\end{equation}
\blindtext[4]
\section{Unterkapitel}
\blindtext[7]

\end{document}
Siehe auch https://tex.stackexchange.com/a/503191/2388

Gast

Beitrag von Gast »

Vielen Dank!

Ist es generell ratsam, geometry ans Ende der Präambel zu setzen? Oder gibt es sonstige Befehle, die man unbedingt vor geometry laden sollte?


\flushbottom funktioniert, allerdings sieht das Dokument damit bescheuert aus. Daher bin ich zurück zu \raggedbottom. Damit werden (trotz heightrounded) die Seiten nicht immer vollständig gefüllt, was zu Abweichungen im footskip führt. Beziehungsweise footskip ist korrekt (wie man mittels showframe sieht) aber die Seiten sind halt nicht gefüllt und daher wird der Abstand größer.

Sehe ich es richtig, dass es dafür keine Abhilfe gibt, da die Seiten sich nunmal nicht anders füllen lassen?

Nochmal Danke!

Gast

Beitrag von Gast »

TeX kann keine Wunder vollbringen und wir können nicht hellsehen. Ein häufiger Fehler von LaTeX-Anfängern ist allerdings, dass sie Abbildungen und Tabellen nicht gleiten lassen. Das führt dann häufiger zu solchen Problemen. Auch andere Dinge können TeX das Leben unnötig schwer machen, beispielsweise indem man Überschriften ohne einleitenden Text hintereinander knallt (wobei in dem Fall ein gezieltes \clearpage beim Feinschliff ganz Schluss das Problem meist lösen kann).

Bei einem A5-Dokument würde ich darüber hinaus überlegen, ob es nicht sinnvoll wäre, die Überschriften weniger groß zu setzen. Mit Option headings=normal (warum heißt die Option eigentlich nicht headings=medium??) oder headings=small ist das leicht zu realisieren.

Gast

Beitrag von Gast »

Das TeX keine Wunder vollbringt ist mir klar ;)

Eigentlich habe ich keine "Pfusch"-Lösungen eingebaut (zumindest soweit mir bekannt). Auch lasse ich Gleitobjekte gleiten.

Die Größe der Überschriften ist leider fest vorgegeben.

So richtig hast du meine Frage(n) aber nicht beantwortet, oder habe ich dich nur falsch/nicht verstanden?

Gast

Beitrag von Gast »

Anonymous hat geschrieben:oder habe ich dich nur falsch/nicht verstanden?
Davon gehe ich aus. Sollen wir jetzt wirklich spekulieren, was dazu führt, dass das Dokument mit \flushbottom bei dir bescheuert aussieht?

Ich habe erklärt, was häufig die Ursache ist. Weiter spekulieren werde ich nicht.

Ohne dein Problem im Detail zu kennen, kann ich nur sagen, dass TeX eben nur im Rahmen der gegebenen Parameter umbrechen kann.

Solange dein Problem nicht genauer dokumentiert ist, kann ich es auch nicht genauer beantworten. Denn wie ich schon sagte: Hellsehen können wir nicht.

Gast

Beitrag von Gast »

Ein MWE kann ich dir nicht erstellen, da es bei meinem komplexen Dokument mit \flushbottom die Absätze derart auseinander zieht, dass es eben bescheuert aussieht. Ich habe TeX in keiner Weise eingeschränkt, außer, dass ich die Seitenränder fest vorgeben muss. Darüber hinaus wird bei \flushbottom sehr häufig davor gewarnt, dass eben dieses Auseinanderziehen auftritt.

Mit diversen Bildern und Formeln scheint es normal zu sein, dass die textheight nicht immer vollständig gefüllt ist. Oder liege ich da falsch?


PS: Wenn ich wüsste, wie ich ein MWE erstellen kann, dass dann auch auf mein komplexes Dokument übertragbar ist, würde ich es tun. Das im Startpost angegebene MWE zeigt das Problem im Grundsatz ja...

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u_fischer
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Beitrag von u_fischer »

Anonymous hat geschrieben:Vielen Dank!

Ist es generell ratsam, geometry ans Ende der Präambel zu setzen? Oder gibt es sonstige Befehle, die man unbedingt vor geometry laden sollte?
Nein, normalerweise würde ich geometry eher an den Anfang tun.
\flushbottom funktioniert, allerdings sieht das Dokument damit bescheuert aus. Daher bin ich zurück zu \raggedbottom. Damit werden (trotz heightrounded) die Seiten nicht immer vollständig gefüllt, was zu Abweichungen im footskip führt. Beziehungsweise footskip ist korrekt (wie man mittels showframe sieht) aber die Seiten sind halt nicht gefüllt und daher wird der Abstand größer.

Sehe ich es richtig, dass es dafür keine Abhilfe gibt, da die Seiten sich nunmal nicht anders füllen lassen?
Bei raggedbottom sind die Seiten gefüllt, wenn das Material ein Vielfaches des Zeilenabstand ergibt. Sobald Überschriften, Bilder oder Formeln im Spiel sind, ist das oft nicht der Fall. Man kann daran basteln, aber es mühselig, siehe das Paket returntogrid.

flushbottom ist einfacher. Selbst wenn es dann an einigen Seiten zu größeren Abständen kommt, kann man meist am Ende mit einem \newpage oder so eingreifen, oder eine Formel verschieben.

Gast

Beitrag von Gast »

Danke für die Hilfe!

Ich habe eben gesehen, dass der Verlag sogar \raggedbottom vorschlägt. Damit sollte sich das dann erledigt haben. Vllt. kann ich dann ja am Ende noch die ein oder andere Verbesserung durchführen.

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